In Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Künstlerbund und Windkraft
Programm:
Luca Sticcotti
„Baranci Sunrise“ Sonnenaufgang am Haunold
Manuel Zwerger
„Stone/Wind/Signal“
Hubert Stuppner
„Alpenfolk II“
Michael F. P. Huber
„Ehopintaro“, op. 78, Konzert für Flöte
Helga Plankensteiner / Michael Lösch
„Base Jumpin’ Blues“
Preis: 25€ | 15€ | 5€
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Michael F. P. Huber: Eĥopintaro op. 78
Mit Eĥopintaro op. 78 schuf Michael F. P. Huber ein Werk, dessen Titel aus der Plansprache Esperanto stammt und sich als „Echo der Berggipfel“ übersetzen lässt. Die poetische Vorstellung eines widerhallenden Alpenraums bildet den Ausgangspunkt für eine Komposition, die eigens für das Konzertprogramm ALPENKLANG entstand.
Im Zentrum des Werkes steht eine Folge von zwölf Tönen, die jedoch nicht den strengen Regeln der Zwölftontechnik unterworfen ist. Vielmehr entwickelt sich das musikalische Material frei aus einer Folge von Intervallen, die sich schrittweise von der großen Septime bis zur kleinen Sekunde verdichten. Aus dieser Keimzelle entfaltet sich die gesamte Komposition in immer neuen Gestalten.
Dabei bewegt sich die Musiksprache zwischen tonalen Anklängen und Passagen von serieller Prägung. Im ersten Abschnitt erweitern Vierteltöne den Klangraum und verleihen dem Werk zusätzliche Farbnuancen. Besonders deutlich tritt die zugrunde liegende Struktur im bewegten Mittelteil hervor, der von Kontrabass, Marimbaphon und Harfe getragen wird.
Im abschließenden Abschnitt verdichten sich unterschiedliche Eindrücke zu einem klanglichen Panorama der Alpenwelt. Vorbeiziehende Menschen, flüchtige Tierbewegungen, wechselnde Naturszenen und magisch anmutende Ausblicke verschmelzen zu einer musikalischen Wanderung hinauf zum Gipfel. Das titelgebende „Echo der Berggipfel“ wird dabei zu einem Sinnbild für die vielfältigen Resonanzen, die Landschaft, Erinnerung und Klang im Menschen auslösen können.
Michael F. P. Huber, Juni 2026